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Energiesparendes Passivhaus in Mömbris (Pressemitteilung vom 02.07.2012) 

Am Freitag, dem 29.06.2012, fand eine Besichtigung des ersten Passivhauses in Mömbris statt.

Das Passivhaus ist mit der immer schärfer werdenden Gesetzgebung für Neubauten in aller Munde, aber immer noch viel zu wenige wissen, was es damit wirklich auf sich hat. Die Mitglieder des Solarvereins Mömbris e.V. hat deshalb die Mömbriser Architektin Ulrike Kolb, die sich seit vielen Jahren mit Passivhausbau und energetischer Sanierung beschäftigt, durch das kürzlich von ihr geplante Einfamilienhaus am Rappacher Weg geführt.

Äußerlich ist es von einem normalen Einfamilienhaus nicht zu unterscheiden, nur einen Schornstein sucht man vergebens. Der Unterschied liegt im Detail: eine lückenlos und sehr gut gedämmte Gebäudehülle, im Keller 25 cm Dämmung unter der Bodenplatte und an den Wänden, im Erdgeschoss und Obergeschoss eine Holz-Ständer-Konstruktion mit insgesamt 36 cm Dämmung und ökologischen Baustoffen ( Zellulosedämmung und Holz-Weichfaserplatten ), ebenso im Dach. Großzügige Glasflächen nach Süden sorgen nicht nur für lichtdurchflutete Wohnräume sondern auch für zusätzliche Wärme im Winter und in den Übergangszeiten. Im Sommer schützen bewegliche Raffstores und die gute Dämmung vor Überhitzung.

Die Fenster sind wärmetechnisch optimiert mit gedämmten Rahmen und 3-fach-Verglasung ( Gesamt U-Wert 0,8 W/m²K ). "In allen Räumen kann man die Fenster selbstverständlich öffnen! Es gibt immer noch hartnäckige Gerüchte, dass das angeblich nicht möglich sei. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung von 93%, die permanent für frische Luft sorgt, macht das Fensteröffnen einfach überflüssig", sagt die Architektin. Der Luftstrom, der dabei durch die Räume geleitet wird ist so gering, dass er nicht bewusst wahrgenommen wird. Für die Warmwasserbereitung und die benötigte Restwärme an kalten Wintertagen sorgt eine kleine 3 kW Luft-Wasser Wärmepumpe, die eine Deckenheizung versorgt und raumweise regelbar ist.

Ob die 1-2 m² großen unsichtbaren Deckenheizkörper überhaupt angeschaltet werden müssen, wird sich im nächsten Winter zeigen. Der dafür verbrauchte Strom wird über die auf der Südseite des Daches installierte Photovoltaikanlage mehr als wettgemacht. Da wegen der luftdichten Bauweise keine Wärme aus dem Gebäude entweichen kann, genügen schon ein paar Personen mehr im Raum oder das Anschalten des Computers, um die Raumtemperatur zu erhöhen.

Auf den nächsten Winter freut sich die junge Familie Knecht jedenfalls schon. „Wir haben keine Angst vor den Energiepreisen der nächsten 30 Jahre“ lachen sie. “Wir sind weder besonders ökologisch noch technisch innovativ eingestellt. Es ist schlichtweg vernünftig gleich richtig zu bauen. Wir wollen einfach nie mehr frieren.“

Und die Kosten? "Dank eines auf Passivhäuser spezialisierten Generalunternehmers aus Hannover, der die Ausführung übernahm, sind sie mit 1500 € pro m² Wohnfläche nicht höher als bei einem normalen, gut gedämmten Neubau. Ziel ist es, bei den nächsten Passivhaus-Projekten die hiesigen Handwerker stärker einzubinden“ sagt die Architektin. "Da müssen wir uns, was die Kosten angeht, noch ein bisschen aufeinander zubewegen, aber ich denke, das kriegen wir hin" fügt sie augenzwinkernd hinzu.

 

 

Neue Hilfe für den Energieverbraucher:
Die "Schlichtungsstelle Energie" (Pressemitteilung vom 10.11.2011)

Eine der rechtlichen Grundlagen für die Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland ist das Energiewirtschaftsgesetz. Seit dem 04. August 2011 ist dort in den §§ 111a und b das Recht von Verbrauchern geregelt, sich dann  an die Schlichtungsstelle wenden zu können, wenn die Beschwerde bei dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) erfolglos war.

Die Rechtsbeziehung zwischen Verbraucher und EVU ergibt sich in erster Linie aus dem mit dem EVU geschlossenen Vertrag. Daneben sind das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), die Stromgrundversorgungsverordnung  (StromGVV), die Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV), die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV), die Niederdruckanschlussverordnung (NDAV) und natürlich die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bedeutsam.

Seit dem 1. 11. 2011 finden Strom- und Gaskunden im Streit um die Energiepreise Hilfe bei der "Schlichtungsstelle Energie e.V." in Berlin (www.schlichtungsstelle-energie.de) . Der Ombudsmann, derzeit Herr Dr. Dieter Wolst, vermittelt zwischen Versorgungsunternehmen und Kunden.
 
Bislang mussten sich Energiekunden bei Ärger rund um eine Energiepreiserhöhung oder beim Anbieterwechsel direkt mit dem Energieunternehmen auseinandersetzen. Sie konnten den Streitfall der Bundesnetzagentur melden und, als ultima ratio, den Gerichtsweg beschreiten. Jetzt gibt es einen neutralen Vermittler zwischen Energiekonzernen und Verbrauchern: die neu eingerichtete Schlichtungsstelle Energie e.V.  Seit dem 1. 11. 2011 will ein unabhängiges Gremium langwierige und teuere Verfahren möglichst überflüssig machen.

Getragen wird die Schlichtungsstelle Energie e. V. vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Verbraucherzentrale Bundesverband  (vzbv), dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Bundesverband neuer Energieanbieter (bne).

Aufgabe der Schlichtungsstelle ist es, eine außergerichtliche Einigung ermöglichen. Nach dem erfolglosen Versuch einer Einigung mit dem Energieversorger können sich Betroffene also unmittelbar an die Schlichtungsstelle wenden. Das Verfahren ist für die Verbraucher kostenlos. Es soll nicht länger als drei Monate dauern.

 

Auch für die Besitzer von Fotovoltaik-Anlagen ist der Wechsel des Stromanbieters kein Problem (Pressemitteilung vom 03.10.2011)

Den Solarverein Mömbris e.V. erreichen immer wieder Anfragen besorgter Eigentümer von Solarstromanlagen. Die Eigentümer sind unsicher, ob ein Wechsel des Stromanbieters möglich sei, oder ob nicht doch eine verpflichtende Bindung an den Energieversorger bestehe.
Auch Besitzer von Fotovoltaik-Anlagen (Solarstromanlagen) können ihren Stromanbieter wechseln, ohne Probleme, so wie jeder andere Privathaushalt auch, erklärt der 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, Joachim Brendel. Grund:  Der mit der Fotovoltaikanlage erzeugte Solarstrom wird, soweit man ihn nicht selbst verbraucht,  an den Stromnetzbetreiber und nicht an den örtlichen Energieversorger verkauft. Der Stromanbieter (Energieversorger) ist frei wählbar. In Deutschland sind nämlich Stromnetzbetreiber und Energieversorgung entflochten.
Um die Verbraucher mit elektrischer Energie zu versorgen, wird der Strom über Stromnetze bzw. über das Verbundnetz transportiert. Diese Stromnetze werden durch die Netzbetreiber betrieben. Die erhalten allein für die Bereitstellung der Netze von den Energieversorgern so genannte Netznutzungsentgelte, also gewissermaßen Gebühren dafür, dass die Energieversorger ihren Strom über die Netze schicken und zum Endverbraucher verteilen dürfen.
Die Energieversorger wiederum sind Unternehmen, die die elektrische Energie erzeugen und über die Netze vertreiben.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 kann jeder Haushalt in Deutschland seinen Stromversorger frei wählen. Seit dem haben sich zahlreiche neue Versorger etabliert, die unterschiedliche Preismodelle anbieten. Für Privat- und Gewerbekunden ergibt sich so ein hohes Sparpotential gegenüber dem so genannten Grundversorger (meist das örtliche Stadtwerk). Vielfach ist dennoch die Entscheidung für den örtlichen Versorger sinnvoll. Nicht immer ist nämlich das vermeintlich billigste Angebot auch das beste (Beispiel: TelDaFax). Es macht also Sinn, jeden Einzelfall genau zu prüfen.
Allerdings gibt es eine kleine, wenn auch seltene Ausnahme, betont Joachim Brendel. Wurde nämlich die Anschaffung der Fotovoltaik - Anlage (Solarstromanlage) vom Energieversorger finanziell gefördert (bezuschusst) , so müssen die entsprechenden Verträge insbesondere dahin gehend geprüft werden, inwieweit dann noch bestimmte Vertragslaufzeiten erfüllt und für eventuelle Mindestlaufzeiten der Strom vom entsprechenden Versorger bezogen werden muss.
Weitere Auskünfte  erteilt gerne der Solarverein Mömbris e.V.

Gemeinnützigkeit (27.3.2010)

Mit Bescheid vom 24.3.2010 hat uns das Finanzamt Aschaffenburg die Gemeinnützigkeit bescheinigt. Spenden und Beiträge sind daher ab sofort steuerlich absetzbar. Auf Wunsch stellt der Verein entsprechende Spendenquittungen aus.

 

Dachfläche gesichert (23.3.2010)

Der Marktgemeinderat Mömbris hat in seiner heutigen Sitzung mehrheitlich beschlossen, dem Solarverein Mömbris, bzw. einer noch zu gründenden Betreibergemeinschaft das große Dach der zukünftigen Mittelschule Schimborn zum Betrieb einer Fotovoltaikanlage zur Verfügung zu stellen.

 

Als Starthilfe ein Gemeinde-Dach

Der Solarverein Mömbris e.V. will möglichst bald eine erste "Bürger-Fotovoltaikanlage" auf dem Gebiet des Marktes Mömbris verwirklichen. Das Konzept: Die Bürger können Anteile an einer noch zu gründenden Betreibergesellschaft erwerben und Erträge aus der Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Netz erzielen. Als Starthilfe will der Solarverein vom Markt Mömbris eine geeignete gemeindliche Dachfläche zur Verfügung gestellt bekommen. Der entsprechende Antrag wird in der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstag, 23. März, ab 19:30 Uhr im Sitzungsraum des Feuerwehrhauses Königshofen behandelt

Quelle: Main Echo vom 20.3.2010

Solarverein Mömbris e.V.  | info@solarverein-moembris.de